GCL 2026: Dreikampf an der Spitze – Carlsen bezwingt Anand

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Editor: Aditja P.

9/11/2026

GCL 2026: Dreikampf an der Spitze – Carlsen bezwingt Anand

Sechs Spieltage sind bei der vierten Saison der Tech Mahindra Global Chess League absolviert, und eine Entscheidung ist weiterhin nicht in Sicht. Nach acht absolvierten Matches für jedes Team liegen die Alpine APL Pipers, die FYERS American Gambits und die Ganges Grandmasters punktgleich mit jeweils 15 Matchpunkten an der Spitze. Dahinter lauern die CheQ Mumba Masters mit zwölf Punkten. Die letzten beiden Spieltage versprechen damit einen offenen Kampf um die Finalplätze.

Der sechste Spieltag brachte insgesamt vier Begegnungen und einige wichtige Ergebnisse. Besonders im Mittelpunkt stand das Duell zwischen Magnus Carlsen und Viswanathan Anand. Der Norweger setzte sich auf dem Icon-Brett gegen seinen langjährigen Rivalen durch und verhalf den Alpine APL Pipers damit nach einer Niederlage zum direkten Comeback. Zuvor hatte jedoch Ganges Grandmasters den Titelverteidiger deutlich mit 12:4 bezwungen.

Ganges überrascht die Pipers

Der Spieltag begann mit einer Begegnung, die für die Tabelle enorme Bedeutung hatte. Die Alpine APL Pipers trafen auf die Ganges Grandmasters und mussten sich überraschend deutlich mit 4:12 geschlagen geben.

Den Grundstein für den Erfolg legte Levon Aronian. Der Armenier bezwang am Icon-Brett Anish Giri und sicherte seinem Team vier Punkte. Noch wichtiger war der Sieg von Stavroula Tsolakidou gegen Koneru Humpy. Da Tsolakidou mit Schwarz gewann, erhielt Ganges dafür die maximalen vier Punkte.

Für die Pipers war die Niederlage ein Rückschlag, denn das Team hatte sich zuvor in der Spitzengruppe festgesetzt. Gleichzeitig zeigte Ganges, dass mit der Mannschaft im Kampf um die Finalplätze weiterhin zu rechnen ist.

Mumba Masters schicken Triveni aus dem Rennen

Im zweiten Match des Tages standen sich die Triveni Continental Kings und die CheQ Mumba Masters gegenüber. Für Triveni wurde die Saison damit endgültig zur Enttäuschung. Die Mannschaft unterlag mit 5:14 und musste eine weitere Niederlage hinnehmen.

Für Mumba war vor allem der Erfolg von Maxime Vachier-Lagrave wichtig. Der Franzose gewann am Icon-Brett gegen Alireza Firouzja. Auch Shakhriyar Mamedyarov punktete für die Mumba Masters und bezwang Aravindh Chithambaram mit den schwarzen Steinen.

Mit zwölf Matchpunkten liegt Mumba nun auf Rang vier und besitzt zumindest noch theoretische Chancen, in den Kampf um die vorderen Plätze einzugreifen. Triveni dagegen ist nach dieser Niederlage aus dem Rennen um die entscheidenden Positionen heraus.

Carlsen gewinnt das Duell der Weltmeister

Anschließend kam es zu einem der meist erwarteten Duelle des gesamten Spieltags: Magnus Carlsen traf auf Viswanathan Anand. Zwei Weltmeister, zwei Generationen und zwei der bekanntesten Gesichter des modernen Schachs saßen sich am Icon-Brett gegenüber.

Carlsen setzte sich mit Weiß durch und holte drei Punkte für die Alpine APL Pipers. Der Norweger sorgte damit persönlich für einen wichtigen Erfolg seines Teams. Auch Koneru Humpy trug mit einem Sieg gegen Nino Batsiashvili zum Erfolg bei, während auf dem Prodigy-Brett Volodar Murzin gegen Abhimanyu Mishra gewann. Am Ende hieß es 11:6 für die Pipers.

Damit zeigte der Titelverteidiger eine bemerkenswerte Reaktion auf die zuvor erlittene Niederlage. Besonders wichtig war, dass die Mannschaft nicht nur das Match gewann, sondern gleichzeitig wichtige Punkte für die Tabelle sammelte.

Sindarov führt American Gambits an die Spitze

Zum Abschluss des Tages kam es zum vielleicht wichtigsten Match im Hinblick auf die Tabellenkonstellation. Die FYERS American Gambits trafen auf die Ganges Grandmasters und feierten einen deutlichen 13:5-Erfolg.

Javokhir Sindarov setzte dabei seine beeindruckende Form fort. Der Usbeke bezwang am Icon-Brett Ian Nepomniachtchi und sicherte seinem Team drei Punkte. Auch Daniil Dubov gewann gegen Leinier Dominguez. Auf dem Frauenbrett setzte sich Bibisara Assaubayeva gegen Polina Shuvalova durch.

Der klare Sieg war für American Gambits besonders wertvoll, denn damit zog die Mannschaft mit Alpine APL Pipers und Ganges Grandmasters gleich. Alle drei Teams stehen nun bei 15 Matchpunkten.

Alles offen vor den letzten beiden Spieltagen

Die Tabellenkonstellation könnte kaum spannender sein. Nach acht Matches haben drei Teams jeweils 15 Matchpunkte gesammelt. Die CheQ Mumba Masters folgen mit zwölf Punkten, während die übrigen Mannschaften bereits deutlich zurückliegen.

Damit ist vor den letzten beiden Spieltagen weiterhin völlig offen, wer sich für das Finale qualifizieren wird und wer im Spiel um Platz drei antreten muss. Insgesamt stehen noch sechs Matches aus, in denen sich die gesamte Saison entscheiden wird.

Das besondere Punktesystem der Global Chess League sorgt dabei weiterhin für zusätzliche Spannung. Ein Sieg mit den schwarzen Steinen bringt vier Punkte, ein Sieg mit Weiß drei Punkte und ein Remis einen Punkt. Gespielt wird im Rapidtempo mit 20 Minuten Bedenkzeit pro Spieler, wobei erst ab dem 41. Zug ein Inkrement von zwei Sekunden hinzukommt.

Nach sechs Spieltagen ist damit klar: Die Global Chess League 2026 steuert auf ein dramatisches Finale zu. Alpine APL Pipers, FYERS American Gambits und Ganges Grandmasters stehen punktgleich an der Spitze, während Mumba auf seine Chance wartet. Die kommenden beiden Spieltage werden zeigen, welche Mannschaft dem Druck standhält – und wer am Ende tatsächlich um den Titel der vierten GCL-Saison kämpfen darf.

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