Wadim Rosenstein und WR Events werden neue Partner des Deutschen Schachbundes

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Editor: Toni G.

8/28/2026

Wadim Rosenstein und WR Events werden neue Partner des Deutschen Schachbundes

Umfangreiche Sponsoringvereinbarung über zwei Jahre – Förderung von Frauen, Inklusionsschach und Nachwuchs im Mittelpunkt

Der Deutsche Schachbund setzt bei der Weiterentwicklung seiner Strukturen zunehmend auf neue Partner aus der privaten Wirtschaft. Nun hat der Verband mit Wadim Rosenstein und WR Events eine weitere bedeutende Sponsoringpartnerschaft vereinbart. Die Zusammenarbeit ist zunächst auf zwei Jahre angelegt und gehört nach Angaben des DSB zu den umfangreichsten Sponsoring-Engagements in der Geschichte des Verbandes. Ein erheblicher Teil der finanziellen Unterstützung ist zweckgebunden und soll insbesondere dem Frauen-, Inklusions- und Nachwuchsschach zugutekommen.

Damit setzt der Deutsche Schachbund seinen eingeschlagenen Weg fort, die wirtschaftliche Basis des Verbandes durch professionelle Vermarktung und neue Partnerschaften zu verbreitern. Erst kürzlich hatte der DSB eine langfristige Zusammenarbeit mit der Chess Media Group angekündigt, die künftig die Sponsoring-, Werbe- und Medienrechte des Verbandes vermarkten soll. Die Vereinbarung mit WR Events ist nun ein weiterer Baustein dieser Strategie.

Unterstützung für Frauen und Nachwuchs

Im Mittelpunkt der neuen Partnerschaft steht nicht allein das deutsche Spitzenschach. Ein wesentlicher Teil der Mittel soll gezielt dort eingesetzt werden, wo der DSB strategisches Entwicklungspotenzial sieht.

Dazu gehört insbesondere die Förderung des Frauenschachs. Ebenso sollen inklusive Schachangebote ausgebaut und junge Talente auf ihrem Weg unterstützt werden. Damit reicht die Partnerschaft vom Breitenschach und Nachwuchsbereich bis hin zur Förderung ambitionierter Spielerinnen und Spieler.

Der DSB verbindet damit den Anspruch, Schach möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Die Förderung soll langfristig dazu beitragen, die Basis des deutschen Schachs zu verbreitern und gleichzeitig den Weg für zukünftige Erfolge im internationalen Spitzenschach zu ebnen.

DSB-Präsident Paul Meyer-Dunker bezeichnete das Engagement als klares Signal für die Zukunft. Besonders hob er hervor, dass die Mittel nicht ausschließlich in den Leistungssport fließen, sondern auch Frauen, Inklusion und Nachwuchs erreichen sollen. Gleichzeitig richtete er einen Appell an weitere Unternehmen und potenzielle Partner, sich der Entwicklung des deutschen Schachs anzuschließen.

Rosenstein ist im internationalen Schach längst etabliert

Wadim Rosenstein ist in der Schachwelt längst kein Unbekannter. Der Düsseldorfer Unternehmer tritt seit mehreren Jahren als Förderer und Veranstalter internationaler Schachveranstaltungen auf. Zu seinen bekanntesten Projekten gehören die WR Chess Masters und die WR Women's Chess Tour.

Mit den WR Chess Masters brachte Rosenstein bereits Weltklasseschach nach Düsseldorf. Das Turnier verband etablierte Spitzenspieler mit aufstrebenden Talenten und wurde zu einem wichtigen Bestandteil der internationalen Turnierlandschaft. Auch die Förderung deutscher Nachwuchsspieler, insbesondere von Vincent Keymer, spielte dabei eine Rolle.

Rosensteins Verbindung zum deutschen Schach reicht allerdings deutlich weiter zurück. Seine eigenen Wurzeln liegen im Schulschach und in den Jugendstrukturen des Deutschen Schachbundes. Mit der neuen Partnerschaft möchte er nun einen Teil dieser persönlichen Geschichte zurückgeben und zugleich neue Impulse setzen.

„Dieses Sponsoring ist für mich ein Bekenntnis zur Zukunft des deutschen Schachs“, erklärte Rosenstein. Der DSB habe ihn vor mehr als 30 Jahren zum Schachspieler gemacht. Nun wolle er dazu beitragen, dass der Verband wächst, mehr junge Menschen erreicht und Deutschland international wieder eine stärkere Rolle einnimmt.

Auch sportpolitisch gewinnt Rosenstein an Bedeutung

Die neue Sponsoringvereinbarung fällt in eine Phase, in der Rosenstein auch auf internationaler Ebene stärker in Erscheinung tritt. Seit Mai 2026 ist er nach einem Beschluss des DSB-Präsidiums Delegierter des Deutschen Schachbundes bei der FIDE. In dieser Funktion vertritt er die Interessen des deutschen Verbandes beim Weltschachverband.

Darüber hinaus kandidiert Rosenstein für das Amt des FIDE-Präsidenten. Die Wahl soll am 26. September 2026 in Samarkand, Usbekistan, stattfinden. Damit ist Rosenstein nicht nur als Veranstalter und Sponsor aktiv, sondern bewegt sich zunehmend auch auf dem sportpolitischen Parkett des internationalen Schachs.

Sein Engagement für den DSB erhält vor diesem Hintergrund eine zusätzliche Dimension. Rosenstein verbindet wirtschaftliche Unterstützung, Turnierorganisation und sportpolitische Aktivitäten miteinander. Die neue Partnerschaft mit dem DSB dürfte deshalb auch über die reine Sponsoringvereinbarung hinaus aufmerksam verfolgt werden.

Ein neuer Ansatz für den Deutschen Schachbund

Für den Deutschen Schachbund kommt die Zusammenarbeit zu einem wichtigen Zeitpunkt. Der Verband arbeitet derzeit daran, seine Strukturen zu modernisieren und Schach stärker als gesellschaftlich relevante Sportart zu positionieren. Sponsoring spielt dabei eine zentrale Rolle.

Die Partnerschaft mit WR Events zeigt, dass dabei nicht ausschließlich klassische Werbeverträge im Mittelpunkt stehen. Stattdessen sollen konkrete Entwicklungsbereiche finanziell gestärkt werden. Frauen-, Nachwuchs- und Inklusionsschach gehören zu jenen Feldern, in denen zusätzliche Mittel unmittelbar für neue Projekte und bessere Strukturen eingesetzt werden können.

Gleichzeitig bietet die Zusammenarbeit dem Sponsor eine Möglichkeit, sein Engagement für den Schachsport sichtbar mit der Entwicklung des deutschen Verbandes zu verbinden. Rosenstein kennt dabei beide Seiten: Er ist Unternehmer und Veranstalter, aber zugleich selbst aus den deutschen Schachstrukturen hervorgegangen.

Vom Schulhof bis zur Weltspitze

Der Deutsche Schachbund formuliert mit der Partnerschaft ein ambitioniertes Ziel: Schach soll allen offenstehen – vom ersten Kontakt auf dem Schulhof bis zum internationalen Spitzenschach.

Die zweijährige Vereinbarung mit WR Events kann dabei zu einem wichtigen Bestandteil dieser Entwicklung werden. Besonders die zweckgebundene Förderung von Frauen, Inklusion und Nachwuchs bietet die Chance, Bereiche zu stärken, die für die Zukunft des deutschen Schachs von entscheidender Bedeutung sind.

Für Rosenstein wiederum ist das Engagement eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln. Aus dem jungen Schachspieler, der einst durch den DSB zum Sport fand, ist inzwischen ein international tätiger Veranstalter und Förderer geworden. Mit der neuen Partnerschaft möchte er nun dazu beitragen, dass die nächste Generation ähnliche Möglichkeiten erhält.

Der deutsche Schachsport bekommt damit einen finanzstarken neuen Partner – und zugleich einen Unterstützer, der die Szene aus eigener Erfahrung kennt. Ob sich daraus langfristig neue Impulse für den deutschen Nachwuchs, das Frauenschach und die internationale Wettbewerbsfähigkeit entwickeln, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Die Richtung ist jedoch klar: Der DSB will wachsen, professioneller werden und neue Wege gehen.

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