Global Chess League 2026: Carlsen entkommt Nepomniachtchi – Pipers bleiben ungeschlagen

NEWS

Editor: Aditja P.

9/8/2026

Quelle: globalchessleague.com

Global Chess League 2026: Carlsen entkommt Nepomniachtchi – Pipers bleiben ungeschlagen

Die Alpine APL Pipers setzen ihre perfekte Serie in Bengaluru fort. Magnus Carlsen entkommt gegen Ian Nepomniachtchi aus einer nahezu verlorenen Stellung, während Vidit Gujrathi und Koneru Humpy die entscheidenden Siege zum 11:6 gegen die Ganges Grandmasters beisteuern. Auch die PBG Alaskan Knights und die CheQ Mumba Masters feiern am zweiten Spieltag Siege.

Der zweite Spieltag der Global Chess League 2026 hat das Klassement deutlich enger zusammenrücken lassen. Während die Alpine APL Pipers um Magnus Carlsen ihre weiße Weste behielten, mussten die FYERS American Gambits ihre erste Niederlage hinnehmen. Die Ganges Grandmasters, die PBG Alaskan Knights und die CheQ Mumba Masters konnten jeweils wichtige Siege verbuchen. Einzig die Triveni Continental Kings warten nach drei Mannschaftskämpfen weiterhin auf den ersten Punktgewinn.

Besonders im Mittelpunkt stand erneut Magnus Carlsen. Der Weltranglistenerste traf auf Ian Nepomniachtchi und geriet gegen den Russen zwischenzeitlich massiv unter Druck. Nepomniachtchi erspielte sich eine klar gewonnene Stellung und verfügte sogar über zwei Mehrbauern. Doch Carlsen verteidigte sich mit großer Hartnäckigkeit und fand immer wieder Möglichkeiten, die Partie kompliziert zu halten.

Am Ende zahlte sich der Widerstand des Norwegers aus. Nepomniachtchi konnte seine große Chance nicht nutzen, während Carlsen im Turmendspiel trotz der beiden Minusbauern weiterkämpfte. Mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr rettete er schließlich das Remis. Damit blieb Carlsen auch nach seinem dritten Einsatz in der diesjährigen Global Chess League ungeschlagen.

Pipers gewinnen erneut

Für den Mannschaftssieg der Alpine APL Pipers sorgten schließlich Vidit Gujrathi und Koneru Humpy. Vidit setzte sich gegen Leinier Dominguez Perez durch, während Humpy auf dem Frauenbrett gegen Stavroula Tsolakidou gewann. Die beiden Siege waren entscheidend dafür, dass die Pipers den Mannschaftskampf mit 11:6 für sich entschieden.

Damit sind die Titelverteidiger nach zwei Spieltagen das einzige Team, das alle bisherigen Mannschaftskämpfe gewinnen konnte. Nach dem erfolgreichen Auftakt gegen die CheQ Mumba Masters folgte nun der Sieg gegen die Ganges Grandmasters. Carlsen und seine Teamkollegen bestätigen damit ihre Rolle als einer der großen Favoriten des Turniers.

Für Nepomniachtchi war die Partie gegen Carlsen trotz des verpassten Sieges ein positives Signal. Der Grandmaster spielte lange Zeit sehr überzeugend und brachte den Weltklassespieler an den Rand einer Niederlage. Für die Ganges Grandmasters reichte es im Mannschaftskampf dennoch nicht zum Erfolg.

Alaskan Knights schlagen Mumba

Im zweiten Mannschaftskampf des Tages trafen die CheQ Mumba Masters auf die PBG Alaskan Knights. Die Mannschaft um Viswanathan Anand setzte sich deutlich mit 11:6 durch.

Arjun Erigaisi steuerte einen wichtigen Sieg gegen Pranesh M bei. Ebenfalls erfolgreich war Abhimanyu Mishra, der Bardia Daneshvar bezwang. Auf dem Frauenbrett sorgte Nino Batsiashvili mit einem Sieg gegen Carissa Yip für weitere Punkte. Der Sieg war besonders für die Alaskan Knights wichtig, nachdem das Team am ersten Spieltag gegen die FYERS American Gambits verloren hatte.

Eine interessante Begegnung gab es außerdem zwischen Yagiz Kaan Erdogmus und seinem früheren Trainer Shakhriyar Mamedyarov. Der erfahrene Großmeister setzte sich gegen seinen jungen Landsmann durch. Trotz dieses Erfolgs von Mamedyarov reichte es für die CheQ Mumba Masters diesmal nicht zum Mannschaftssieg.

Nepomniachtchus Entscheidung bringt Ganges den Sieg

Im dritten Match des Tages kam es zum Duell zwischen den Ganges Grandmasters und den FYERS American Gambits. Für die Gambits war es die erste Niederlage der Saison. Nach zwei Siegen am Eröffnungstag hatten sie zunächst einen perfekten Start erwischt.

Entscheidend war die Partie am Icon-Brett zwischen Ian Nepomniachtchi und Javokhir Sindarov. Der Usbeke, der am ersten Spieltag noch Viswanathan Anand besiegt hatte, konnte diesmal nicht an seinen Auftakterfolg anknüpfen. Nepomniachtchi setzte sich durch und sicherte den Grandmasters damit einen wichtigen Mannschaftssieg.

Auch Nihal Sarin trug mit einem Sieg gegen Levon Aronian zum Erfolg der Ganges Grandmasters bei. Auf dem Frauenbrett musste Bibisara Assaubayeva dagegen eine Niederlage gegen Polina Shuvalova hinnehmen. Am Ende hatten die Grandmasters dennoch mit 9:7 die Nase vorn.

Damit musste das bislang makellose Team der FYERS American Gambits erstmals Punkte abgeben. Nach zwei Siegen am ersten Tag bleibt die Mannschaft allerdings weiterhin im Spitzenfeld.

MVL entscheidet engstes Match des Tages

Der spannendste Mannschaftskampf des zweiten Spieltags entwickelte sich zwischen den Triveni Continental Kings und den CheQ Mumba Masters. Am Ende setzte sich Mumba mit 10:9 durch – der knappste Sieg des Tages.

Für die Entscheidung sorgte Maxime Vachier-Lagrave. Der Franzose gewann am Spitzenbrett gegen Alireza Firouzja und holte damit drei wichtige Mannschaftspunkte. Ebenfalls erfolgreich war Shakhriyar Mamedyarov, der Aravindh Chithambaram bezwang.

Bei den Frauen gewann Harika Dronavalli gegen Zhu Jiner und steuerte ebenfalls einen wichtigen Sieg für die Mumba Masters bei. Trotz der Erfolge auf einzelnen Brettern blieb die Begegnung bis zum Schluss eng. Letztlich reichte Mumba ein Vorsprung von nur einem Mannschaftspunkt zum Sieg.

Für die Triveni Continental Kings ist der Fehlstart dagegen immer dramatischer. Nach drei Mannschaftskämpfen steht das Team noch ohne Matchpunkt da und muss bereits früh um den Anschluss an die Spitzengruppe kämpfen.

Drei Teams an der Spitze

Nach acht gespielten Mannschaftskämpfen ist die Tabelle deutlich enger geworden. Die Alpine APL Pipers führen weiterhin ohne Niederlage, während die FYERS American Gambits nach ihrem ersten Rückschlag etwas an Boden verloren haben. Gemeinsam mit den Ganges Grandmasters befinden sie sich jedoch weiterhin in der Spitzengruppe. Auch die PBG Alaskan Knights und CheQ Mumba Masters konnten durch ihre Siege wichtige Punkte sammeln.

Das besondere Punktesystem der Global Chess League sorgt dabei weiterhin für zusätzliche Spannung. Ein Sieg mit den schwarzen Steinen bringt vier Mannschaftspunkte, ein Sieg mit Weiß drei Punkte. Ein Remis wird mit einem Punkt gewertet. Gespielt wird im Schnellschach mit 20 Minuten Bedenkzeit und einem Zuschlag von zwei Sekunden ab dem 41. Zug.

Noch ist damit keine Vorentscheidung gefallen. Die Alpine APL Pipers haben zwar den besten Start erwischt, doch bereits der zweite Spieltag hat gezeigt, wie schnell sich die Kräfteverhältnisse verändern können. Besonders für die FYERS American Gambits und die Triveni Continental Kings geht es nun darum, am nächsten Spieltag die richtigen Antworten zu finden.

Im Mittelpunkt bleibt dabei Magnus Carlsen. Der Norweger ist nach zwei Spieltagen noch ungeschlagen, musste gegen Nepomniachtchi allerdings seine bislang schwierigste Partie des Turniers überstehen. Ob seine Pipers ihre perfekte Bilanz weiter ausbauen können, wird sich in den kommenden Mannschaftskämpfen zeigen.

Du hast Fragen oder Verbesserungsvorschläge? Melde dich gerne bei uns: kontakt[at]one-square.de

Kontakt

one-square.de

kontakt[at]one-square.de

© 2026 All rights reserved.