FIDE-Rangliste September 2026: Praggnanandhaa zurück in den Top 10 – Wesley So wieder unter den Besten

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Editor: Thomas L.

9/4/2026

FIDE-Rangliste September 2026: Praggnanandhaa zurück in den Top 10 – Wesley So wieder unter den Besten

Die neue Weltrangliste wird von den Ergebnissen der Grand Chess Tour geprägt. Auch Tan Zhongyi kehrt in die Top 5 zurück

Die FIDE hat die September-Rangliste 2026 veröffentlicht. Die neue Liste steht ganz im Zeichen eines ereignisreichen Schachmonats mit dem Sinquefield Cup, dem Finale der Grand Chess Tour und dem Cairns Cup. Besonders auffällig sind die Bewegungen an der Weltspitze: Wesley So kehrt nach fast vier Jahren in die Top 5 zurück, während Praggnanandhaa Rameshbabu nach sieben Monaten wieder unter den zehn besten Spielern der Welt steht. Bei den Frauen schafft Tan Zhongyi nach ihrem Sieg beim Cairns Cup ebenfalls die Rückkehr in die Top 5.

Praggnanandhaa macht großen Sprung

Der größte Blickfang aus indischer Sicht ist Praggnanandhaa. Der 21-Jährige verbessert sich von Weltranglistenplatz zwölf auf Rang acht und ist damit wieder Teil der absoluten Weltspitze. Seine klassische Elo-Zahl steigt von 2750 auf 2761 Punkte. Auch in den Schnellschachlisten konnte der Inder zulegen: Im Rapid verbesserte er sich von 2701 auf 2730, im Blitz von 2707 auf 2712.

Damit ist Praggnanandhaa im September erstmals seit sieben Monaten wieder unter den Top 10. Der Aufstieg kommt nach einer starken Phase für den Inder, der zuletzt insbesondere bei der Grand Chess Tour für Aufsehen sorgte.

An der Spitze der indischen Rangliste steht er damit ebenfalls wieder. Arjun Erigaisi bleibt mit Rang neun unmittelbar hinter ihm und hält seinen Platz in den Top 10. Seine klassischen, Rapid- und Blitzwertungen blieben unverändert.

Wesley So zurück in den Top 5

Eine der bemerkenswertesten Veränderungen betrifft Wesley So. Der US-Amerikaner kehrt nach beinahe vier Jahren in die Top 5 der Weltrangliste zurück. Ausschlaggebend waren insbesondere seine hervorragenden Ergebnisse beim Sinquefield Cup, den So gewann, sowie sein dritter Platz beim Finale der Grand Chess Tour.

Damit gehört So wieder zum engsten Kreis der Weltelite. Sein Comeback in den Top 5 ist gleichzeitig ein Spiegelbild seiner starken Form im August.

Für die anderen Spieler an der Spitze bedeutet Sos Aufstieg entsprechend Verschiebungen in der Rangliste. Die absolute Weltspitze bleibt jedoch eng beieinander und wird weiterhin von Magnus Carlsen angeführt.

Gukesh verliert einen Platz

Der amtierende Weltmeister Gukesh Dommaraju muss dagegen einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Der Inder fällt von Rang 31 auf Platz 32 zurück.

Bemerkenswert ist dabei, dass Gukesh trotz seiner Weltmeisterschaft weiterhin nicht unter den zehn besten Spielern der klassischen Rangliste steht. Hinter Praggnanandhaa und Arjun finden sich mit Viswanathan Anand auf Rang 14 und Nihal Sarin auf Rang 25 zwei weitere Inder in den Top 30.

Indien bleibt damit auch im September mit mehreren Spielern sehr prominent in der Weltspitze vertreten.

15 Inder in den Top 100

Insgesamt stellt Indien im September 15 Spieler unter den besten 100 der Welt. Neben Praggnanandhaa, Arjun, Anand und Nihal gehören dazu Gukesh, Vidit Gujrathi, Pranav V, Aravindh Chithambaram, Pranesh M, Pentala Harikrishna, Karthikeyan Murali, Aryan Chopra, Raunak Sadhwani, Leon Luke Mendonca und Abhimanyu Puranik.

Besonders stark entwickelt sich Aryan Chopra. Er verbessert sich von Rang 87 auf Platz 70 und steigert seine klassische Elo-Zahl von 2637 auf 2646.

Ganz anders verläuft die Entwicklung bei Karthikeyan Murali. Der Inder verliert 20 Plätze und fällt von Rang 48 auf Rang 68 zurück. Damit gehört er im September zu den größeren Verlierern innerhalb der indischen Top 100.

Die Breite der indischen Spitze bleibt dennoch beeindruckend. Kein anderes Land neben den USA und China kann derzeit eine vergleichbare Dichte an starken Großmeistern vorweisen.

Tan Zhongyi zurück in den Top 5

Auch die Frauenrangliste hat eine prominente Rückkehr zu vermelden. Tan Zhongyi verbessert sich nach ihrem Sieg beim Cairns Cup 2026 wieder auf einen Platz unter den fünf besten Spielerinnen der Welt.

Die Chinesin hatte das prestigeträchtige Turnier in Saint Louis mit 6,5 Punkten gewonnen und damit nach längerer Zeit wieder einen deutlichen Sprung in der Weltrangliste gemacht. Laut FIDE war Tan zuvor sieben Monate nicht mehr unter den Top 5 vertreten.

An der Spitze bleibt das Rennen eng. Auch hier zeigen die Veränderungen, wie stark sich Ergebnisse bei hochkarätigen Turnieren auf die Weltrangliste auswirken können.

Humpy bleibt unter den Top 10

Aus indischer Sicht steht Koneru Humpy weiterhin unter den zehn besten Spielerinnen der Welt. Sie fällt allerdings von Rang acht auf Platz neun zurück. Ihre klassische Elo-Zahl sinkt von 2524 auf 2509.

Auch im Rapid und Blitz verliert Humpy einige Punkte. Ihre Rapid-Wertung geht von 2436 auf 2435 zurück, während sie im Blitz von 2398 auf 2386 fällt.

Divya Deshmukh bleibt dagegen unverändert auf Rang 13. Die Weltcupsiegerin bestritt im August kein Turnier, weshalb sich weder ihre Elo-Zahl noch ihre Platzierung veränderten.

Vaishali Rameshbabu verliert zwei Plätze und liegt nun auf Rang 16. Ihre klassische Elo-Zahl beträgt 2469.

Deekshitha Modipalli mit außergewöhnlichem Sprung

Für die wohl größte Überraschung der Frauenrangliste sorgt Deekshitha Modipalli. Die Inderin springt auf Weltranglistenplatz 23 und gehört damit erstmals zu den besten 25 Spielerinnen der Welt.

Noch beeindruckender fällt der Blick auf ihre Elo-Entwicklung aus. Ihre klassische Wertung steigt von 2157 auf 2454 Punkte – ein Plus von 297 Elo-Punkten. Auch im Rapid und Blitz macht sie große Fortschritte.

Damit ist Modipalli eine der auffälligsten Aufsteigerinnen der aktuellen Rangliste. Ihr Sprung zeigt gleichzeitig, wie schnell sich die Rangordnung im Frauenschach verändern kann, wenn eine Spielerin bei mehreren Turnieren große Erfolge erzielt.

Auch Kalyani Sirin steigt stark

Eine weitere Inderin mit deutlichem Aufwärtstrend ist Kalyani Sirin. Sie verbessert sich von Rang 61 auf Platz 45 und überschreitet erstmals die Marke von 2400 Elo. Ihre klassische Wertung steigt von 2217 auf 2401 Punkte.

Auch Pratitee Bordoloi erlebt einen bemerkenswerten Monat. Sie gewinnt ganze 141 Elo-Punkte und erreicht eine klassische Wertung von 2393. Im Rapid kommen weitere 44 Punkte hinzu, während ihre Blitzwertung allerdings zurückgeht.

Damit entwickelt sich Indien auch bei den Frauen immer stärker in der Breite.

Indien bleibt Schachnation Nummer zwei

Nicht nur bei den Einzelspielern, auch in der Länderwertung behauptet Indien seine starke Position.

Bei den Männern liegt Indien weiterhin auf Rang zwei der FIDE-Rangliste der stärksten Föderationen. Maßgeblich ist dabei der Durchschnitt der zehn bestplatzierten Spieler eines Landes. Nur die USA liegt vor Indien – und der Abstand beträgt laut der aktuellen Liste lediglich 20 Elo-Punkte.

Auch bei den Frauen liegt Indien auf Rang zwei. Hier führt China die Wertung mit einem Vorsprung von 53 Punktenan.

In der gemischten Föderationswertung bleibt China ebenfalls an der Spitze. Indien liegt erneut auf Platz zwei und ist nur sechs Elo-Punkte von China entfernt.

Die Zahlen unterstreichen damit einmal mehr die enorme Stärke des indischen Schachs. Besonders bemerkenswert ist die Kombination aus etablierten Weltklassespielern und einer jungen Generation, die kontinuierlich nachrückt.

Die September-Liste zeigt ein Schachfeld in Bewegung

Die neue FIDE-Rangliste liefert damit ein interessantes Bild der internationalen Spitze. Praggnanandhaa ist zurück in den Top 10, Wesley So feiert sein Comeback unter den fünf besten Spielern und Tan Zhongyi kehrt nach ihrem Cairns-Cup-Triumph ebenfalls in die Top 5 der Frauen zurück.

Gleichzeitig sorgen Spieler wie Deekshitha Modipalli und Kalyani Sirin für Bewegung in den hinteren Bereichen der Weltspitze. Indien bleibt mit insgesamt 15 Spielern in den Open-Top-100 und elf Spielerinnen in den Women-Top-100 außergewöhnlich stark vertreten.

Die September-Rangliste ist damit mehr als eine Momentaufnahme der Elo-Zahlen. Sie spiegelt die Ergebnisse eines intensiven Turniermonats wider – und zeigt, dass sich die Kräfteverhältnisse an der Weltspitze weiterhin verändern. Besonders für Praggnanandhaa dürfte der neue Platz acht dabei ein wichtiges Signal sein: Nach einer zwischenzeitlich schwierigeren Phase ist der Inder wieder dort angekommen, wo er sich langfristig etablieren möchte – unter den besten zehn Spielern der Welt.

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