Bharath Subramaniyam gewinnt das Granada Open 2026

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Editor: Aditja P.

8/26/2026

Bharath Subramaniyam gewinnt das Granada Open 2026

Indischer Großmeister bleibt ungeschlagen und setzt sich dank besserer Feinwertung gegen Yuri Solodovnichenko durch

Bharath Subramaniyam H hat das Granada Chess Open 2026 gewonnen. Der indische Großmeister kam im neunrundigen Turnier auf 7,5 Punkte und blieb dabei ohne Niederlage. Weil der Ukrainer Yuri Solodovnichenkoebenfalls 7,5 Punkte erreichte, musste die Feinwertung über den Turniersieg entscheiden. Hier hatte Bharath die Nase vorn.

Das Turnier wurde vom 28. Juli bis zum 2. August 2026 im Hotel Porcel Alixares in Granada ausgetragen. Insgesamt ging es um ein Preisgeld von 13.000 Euro, wobei der Sieger 2.500 Euro erhielt. Gespielt wurden neun Runden nach Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten für 40 Züge plus 30 Sekunden pro Zug.

Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur letzten Runde

Vor dem letzten Spieltag lagen Bharath und Solodovnichenko mit jeweils 7 Punkten aus acht Partien gemeinsam an der Spitze. Dahinter folgten gleich sechs Spieler mit 6,5 Punkten. Damit war die Ausgangslage vor der Schlussrunde denkbar spannend: Ein halber Punkt konnte bereits über den Turniersieg entscheiden.

Bharath bekam es mit dem ukrainischen Großmeister Solodovnichenko direkt zu tun. Das Spitzenduell endete schließlich mit einem Remis. Damit hatten beide Spieler nach neun Runden 7,5 Punkte auf dem Konto. Da im Schweizer System die Feinwertung über die Platzierung entschied, musste Bharath nicht mehr um einen Stichkampf bangen. Seine bessere Wertung reichte für den ersten Platz.

Bemerkenswert ist vor allem die Konstanz des späteren Siegers. Nach zwei Auftaktsiegen musste Bharath in der dritten und vierten Runde jeweils ein Remis hinnehmen. Anschließend legte der Inder jedoch eine beeindruckende Serie hin: Vier Siege in Folge brachten ihn wieder ganz nach vorne.

Solodovnichenko bleibt bis zum Schluss dran

Der Ukrainer Yuri Solodovnichenko erwies sich als der hartnäckigste Konkurrent. Mit einer Elozahl von 2515 gehörte er bereits vor Beginn zu den stärksten Spielern des Feldes und bestätigte diese Einstufung mit einer hervorragenden Turnierleistung.

Auch er kam am Ende auf 7,5 Punkte. In der Feinwertung lag er jedoch knapp hinter Bharath. Während der Inder eine Turnierleistung von 7,16 Punkten über Erwartung erzielte, kam Solodovnichenko sogar auf einen deutlich höheren Ratingzuwachs von 12,9 Punkten. Für den Turniersieg reichte es trotzdem nicht.

Damit blieb für Solodovnichenko der zweite Platz. Der Abstand zwischen den beiden Führenden zeigt, wie eng das Rennen letztlich war.

Joseph Girel komplettiert das Podium

Den dritten Platz sicherte sich Joseph Girel. Der französische Großmeister erreichte 7 Punkte und lag damit einen halben Punkt hinter dem Spitzenduo.

Girel gehörte während des gesamten Turniers zur erweiterten Spitzengruppe. Hinter ihm folgten mehrere Spieler mit ebenfalls sieben Punkten. Der Kampf um die Plätze drei bis zehn war entsprechend äußerst eng und wurde ebenfalls über die Feinwertung entschieden.

Besonders stark spielte der indische International Master Kashish Manoj Jain. Der mit 2394 Elo gestartete Spieler kam ebenfalls auf sieben Punkte und belegte am Ende Rang vier. Gleichzeitig verbuchte er mit 23 Elo-Punkten den größten Ratinggewinn unter den zehn bestplatzierten Spielern.

Starke internationale Besetzung

Das Granada Open war trotz seines Open-Charakters hochkarätig besetzt. Angeführt wurde die Startrangliste vom finnischen Großmeister Tomi Nybäck mit 2601 Elo. Dahinter folgten Bharath Subramaniyam H, Jan Šubelj, Mads Andersen und Romain Édouard.

Nybäck konnte seine Position als Nummer eins der Setzliste allerdings nicht bestätigen. Der Finne kam nach neun Runden auf 6,5 Punkte und belegte Rang 14. Damit lag er am Ende einen ganzen Punkt hinter dem Turniersieger.

Neben Girel und Solodovnichenko konnten sich zahlreiche weitere Titelträger im Vorderfeld platzieren. Dazu gehörten unter anderem Ernesto J. Fernández Guillén, Guerau Masagué Artero, Samrug Narayanan, Rubén Domingo Núñez, Piotr Brodowski und Joaquin Fiorito, die allesamt sieben Punkte erzielten.

Ein verdienter Sieg für Bharath

Für Bharath Subramaniyam H ist der Erfolg in Granada ein weiterer wichtiger Schritt in seiner Karriere. Der indische Großmeister bewies nicht nur seine Stärke, sondern vor allem seine Konstanz. Nach den beiden Remis in der Turniermitte folgten vier Siege am Stück, bevor er im direkten Duell mit Solodovnichenko den Turniersieg mit einem weiteren Remis absicherte.

Am Ende entschieden nur die Feinwertung und damit Details über die Reihenfolge an der Spitze. 7,5 Punkte aus neun Partien, keine Niederlage und der erste Platz machen Bharaths Auftritt beim Granada Open zu einer rundum überzeugenden Vorstellung. Solodovnichenko musste sich trotz derselben Punktzahl mit Rang zwei begnügen, während Girel das Podium komplettierte.

Das Granada Open 2026 zeigte damit einmal mehr, welche Spannung ein stark besetztes Open-Turnier bieten kann. Bis zur letzten Partie war der Kampf um den Titel offen – und am Ende wurde Bharath Subramaniyam H für seine Konstanz mit dem Turniersieg belohnt.

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